Franziska G Wahl

fgwahl

“Keine Form der Kunst kann Gefühle wiedergeben, wenn nicht ein Teil des Wirklichen hineingemischt ist. Wie winzig auch immer, wie unmerklich diese Andeutung auch sein mag, ist sie wie ein Schlüssel zum Werk. Sie macht es lesbar, sie erhellt seine Bedeutung und erschließt seine Tiefe” (Nach Jean Fautrier, 1898-1964).

In mehreren Arbeitsgängen und Schichten entwickeln sich Franziska G. Wahls Bilder zu spannenden Werken. Sie strahlen emotional aufgeladene Lebendigkeit aus. Eine Harmonie zwischen Linien, Farben und Flächen entsteht. Die verschiedenen Materialen evozieren eine Vielfalt ohne Grenzen. Beim Betrachten erschließen sich konkrete Situationen gepaart mit phantastischen, manchmal auch archaischen Formen und mystischen Erinnerungen. Ein Spiegelbild der eigenen Welt wird reflektiert. Dabei werden Freiräume entdeckt, das Schreiten von einem in den anderen Raum lässt Grenzen überwinden. Offene Räume laden zum Erschließen neuer spannender Freiräume ein. Der Blick entdeckt durch inneren und äußeren Perspektivenwechsel immer wieder neue Formen und Figuren.

Wie bei Jean Fautrier kann das Werk als authentische Mitteilung betrachtet werden. Er bearbeitet die Bildoberfläche mit Gips, Leim, Kitt, Sand, Pappmaché usw. Das Auge entdeckt eingearbeitetes Material wie Gräser und andere Pflanzenteile, die plastische Strukturen erzeugen.

Die Arbeiten von Franziska G. Wahl entstanden in den letzen Jahren in verschiedenen Ateliers der Region, in Frankreich und in Italien. Inspiration und Technik kamen mitunter von KünstlerInnen wie Ursula Blaha, Rainer Negrelli, Ingo Hoffmann, Lüdke Paulshofen und Wolfgang Traub. Diese boten Raum und Richtung für experimentelles Malen, Aktmalerei, Herstellung eines Künstlerbuches und das Schaffen von Skulpturen aus Muschelkalk. Das Verwenden kräftiger Farben spielt eine große Rolle in den Werken. Begonnen hat die künstlerische Laufbahn in der Jugend mit Skizzen und Portraits auf Papier mit Kohle und Graphit.
Gerhard Richter, Juan Míro, Paul Klee, Pablo Picasso beeindrucken die Künstlerin Franziska Gabriele Wahl. Surrealistische Prägungen, welche durch prozesshaftes Gestalten Assoziationen wecken und einzelne Motive erkennbar werden lassen, können beobachtet werden. Die Bilder entstehen aus dem Unterbewusstsein. Entgrenzungen von Raum und Zeit stehen im Vordergrund.

Ausstellungen (Auswahl)
Heidelberg, Tropeninstitut 2013
Dossenheim, Kommission-Kunst, 2012
Mannheim, Alte Feuerwache, 2013, 2012, 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006
Wiesloch, Amtsgericht 2009
Heidelberg, Kunstraum Dr. Unger, 2008
Mannheim, ProOffice 2008
Neckarhausen, Quinta da Luz 2007
Heidelberg, Galerie am Schloss 2006
Toscana, 2005
Südfrankreich, 2004